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Archiv - Mai 1999

The Zawinul Syndicate

1. Mai 1999
20:00
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Den meisten dürfte der in Österreich geborene Joe Zawinul als Mitbegründer der Fusion-Legende WEATHER REPORT und aus der Zeit mit Miles Davis bekannt sein. Doch hat er sich auf keinem seiner Erfolge ausgeruht, im Gegenteil. Einer der Hauptgründe für seinen Erfolg ist, neben Willensstärke und Abenteuerlust, sein stetig wachsendes Interesse an einem "grenzübergreifenden" musikalischen Konzept. Lange bevor es Weltmusik gab, spielte Zawinul sie schon. Wirkliche Weltmusik, der man keine konkreten Wurzeln in einem Land zuweisen kann, die auch kein Jazz ist, die nur einer Idee verpflichtet ist. Und dieser Musik, dieser Idee ist das Zawinul Syndicate momentan verpflichtet, was natürlich nicht bedeuten kann (nicht bei Joe Zawinul), daß das in Stein gemeißelt ist. Mit dabei sind: Victor Bailey (b), Gary Poulson (g), Manolo Badrena (perc, voc) und Karim Ziad (dr).

WDR Funkhaus-Europa-Tour: Gnawa Diffusion + support

2. Mai 1999
20:00
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Die Lieblingsband des französischen Kultsenders "Radio Nova" kommt nicht aus Algier, Oran oder Casablanca, nicht aus Paris oder Marseille, sondern aus einem Trabantenviertel von Grenoble, einer Stadt am Rande der französischen Alpen. Die aus Algerien und Frankreich stammenden Mitglieder der Gruppe setzen ihre Definition von Interkulturalität in Musik um und präsentieren ein äußerst buntes Repertoire: von Gnawa-Trance-Percussion über Ragamuffin bis hin zu charmanten Chansons. Besonders spektakulär sind die nordafrikanischen Gnawa-Einlagen, die mit archaischen Gesängen, athletischen Tänzen und ekstatischen Rhythmen jenseits religiöser Dogmen eine transzendente Sphäre zugänglich machen, in der sich islamische und ältere afrikanische Vorstellungen kreuzen. Die NRW-Tour von Gnawa Diffusion findet zeitgleich mit der Veröffentlichung der neuen CD der Band statt.

FAST FOOT (Aktionskneipe)

5. Mai 1999
20:00
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Seit 2 Jahren sorgen die "Schnellen Füße" in und um Krefeld mit einer Mischung aus Hard-Rock, Heavy Metal, Punk-Rock und Crossover für Party ohne Ende. Diesmal dann halt in der Aktionskneipe der KuFa.

Hard-Ons (support: feel bad rainbow)

7. Mai 1999
21:00
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Reunions sind immer angesagt. Aber normalerweise sind das dann Glammerrock-Bands oder sonst irgendwelche "Rock-Opas". Die Hard-Ons sind so alt gar nicht, haben aber die ganze Story vom belächelten Newcomer bis zur Pionierarbeit leistenden, einflußreichsten Band Australiens hinter sich. In der ganzen Zeit bis 94 haben sie alles selbst gemacht und etwas getan, was alle anderen meist nicht wollten: sich die Major Companies vom Hals gehalten. Sie haben reichlich verkauft, wurden Vorväter von Bands wie Silverchair, Spiderbait, Regurgitator oder Magic Dirt und schlußendlich zu Idioten erklärt, weil sie gerade dann aufhörten, als alles so gut aussah. Aber vergessen wir das. Was war, war. Jetzt gibt es wieder Hard-Ons.
Aus Rheinberg kommen die Jungs von feel bad rainbow, die uns mit ihrem Melodic Punk Rock bei der Stange halten, bis die HARD-ONS ihren Jet-Lag im Fusel ersäuft haben.

Kabarett-Bühne-Krefeld: Voltz & Schmitz "Mitten ins Hirn"

9. Mai 1999
20:30
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Der zwangspensionierte Finanzbeamte Heuser und der abgehalfterte Wirtschaftsboss Steinbach täuschen eine Entführung vor, da sich nur noch mit Hardcore-Action im Geiste von Gladbeck und Mogadischu Geld verdienen läßt. Am Rande dieser aberwitzigen Geldbeschaffungsmaßnahme kriegt aber noch jeder in der Republik, der blöd genug war aufzufallen, sein Fett weg. Waigel, Blüm, Herzog oder Telekom - immer mitten ins Hirn.

70er Disco

12. Mai 1999
21:00
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Nochmal rumlaufen wie Starsky und Hutch und zu ähnlich angestaubter Musik tanzen, über Hosenaufschläge stolpern und Afri-Cola trinken. Solange sich noch Leute an die Fußball-WM in Argentinien erinnern, hat diese Party ihre Berechtigung.

Hugo Race (support: A.Krohn & Four Horsemen)

13. Mai 1999
21:00
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Weil Australien nun mal auf der anderen Seite der Welt ist und so viele von uns da nicht so wahnsinnig oft vorbei kommen, haben es Musiker von da unten relativ schwer, hier bekannt zu werden, ohne daß sie lange oder längere Reisen auf sich nehmen. Hugo Race befindet sich fast permanent auf einer. Zwischen Melbourne, Berlin und Bologna pendelt Herr Race mit Kollegen von Nick Cave's Bad Seeds, Wreckery oder den Einstürzenden Neubauten, um seinen TranceBluesIndustrial (es gibt nichts, was es nicht gibt) an den Mann zu bringen. Mit Erfolg. Auf dem neuesten Machwerk LAST FRONTIER schwebt Race zwischen Portishead und dem späten, urbanen Tom Waits.
Eine kleine Tellerwäschergeschichte kommt von A. Krohn. 1998 zog es ihn nach New York, wo er trotz aller Unbill, die das Leben in der großen Stadt mit sich bringt, mit den Aufnahmen der ersten Solo-EP begann. Klassisches Songwriting, verbunden mit Noise und Ambient Sounds, sind Grog für die vereiste Seele in der klammen Stadt.

Wolf Biermann

14. Mai 1999
20:30
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Wer sich mit der deutsch-deutschen Geschichte (insbesondere deren kulturellem Aspekt) beschäftigt, kommt an dem Namen und Menschen Wolf Biermann nicht vorbei. Mit Gitarre und Liedern bestand er immer darauf, präsent und unbequem zu sein. Nach dem Zusammenbruch der DDR warf er sich ins politische Getümmel und produzierte "allerhand polemische Prosa". Dann aber wollte er wieder Liedersänger sein, der po?te chanteur. Und als solcher kommt er an diesem Abend in die Kulturfabrik. Ein Teil seines Programms wird aus Liedern bestehen, die er in einem langen Jahr in Berlin schrieb, einer Stadt, in der er die prägenden Jahre seines Lebens verbrachte. Neben diesen Stücken aus dem "Altneuberliner Bilderbogen" wird es Lieder geben über Hamburg, Paris oder auch die "Rheinfahrt". Woher oder worüber auch immer - alles 100% Wolf Biermann.

History Of Music (Party On)

14. Mai 1999
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Die Gelegenheit beim Schopfe packend (schließlich werden wegen Wolf Biermann wahrscheinlich auch Menschen mit Geburtsdatum vor 1975 anwesend sein), machen wir mal wieder eine History Of Music Party. Mit all den Songs, die Biermann-Mitstreiter wahrscheinlich sogar noch aus dem Radio kennen. (Wer für den Herrn Biermann geblecht hat, darf übrigens umsonst mitfeiern.)

Welle Niederrhein präsentiert: Element Of Crime (support: Fink)

15. Mai 1999
20:00
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Man sagt, wenn Kurt Weill und Lou Reed je miteinander telefoniert und aus einer Bier- oder sonst einer Laune heraus eine Band geplant hätten, wäre sowas wie Element of Crime rausgekommen. Das mag wirr klingen, beschreibt aber hervorragend den lakonisch-melancholischen Sound und die bitter-süßen Songs, die ihre Wurzeln im Leben und Leiden einer zeitlosen, internationalen Großstadt-Boh?me hatten, die vielleicht zwanzig, dreißig Jahre früher in Städten wie New York, aber auch schon dreißig Jahre zuvor im alten Berlin etabliert wurde. Ende der 80er Jahre stellte Sänger und Trompeter Sven Regener seine Textproduktion langsam auf deutsch um. Die Folge war, daß ihr Publikum sie immer mehr verstand. Die Bindung an die Fangemeinde wird eng und enger, denn Regener spricht auf seine Weise weise, spricht aus und zu den Herzen.

Ausstellungseröffnung: "Oranier-Ausstellung" Malerei/Video

16. Mai 1999
19:00
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Vier Künstler aus dem Land der zwei Brüder passend zur holländischen Kulturwelle: Alphons ter Avest (Malerei), der seine täglich entstehenden Zeichnungen ausstellt, in denen er Gedanken und Erinnerungen wie in einem Tagebuch festhält. Und Stefan Hollekamp, Maarten Wolzak und Patricia Paludanus (Videoinstallationen), die sich zum Ziel gesetzt haben, einen Filter darzustellen, der aus der Informationsflut der Neuzeit, das Wertvolle und das Irrelevante herauszieht. Das ganze nennt sich "Sampling-Culture". Die Ausstellung dauert bis zum 12. Juni 1999.

Motorsheep / Watts

16. Mai 1999
21:00
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Birgit Fischer hatte ein ganz normales Medizinstudium zu laufen, das sie einmal zu frühem Reichtum und Halbgottstatus in weiß hätte führen können. Aber dazu kam es erst gar nicht. Das Musizieren mit den Kumpels in der Band Motorsheep nämlich sollte zur Hauptbeschäftigung werden und die Brötchen einspielen, die man zum Leben braucht. Inzwischen braucht Birgit sich um Brötchen nicht mehr all zu viele Sorgen machen. Mit einem Plattenvertrag erst mal von einer der Hauptsorgen befreit, konzentrieren sich MOTORSHEEP nun darauf, das Spektrum zwischen Trip-Rock, Indie-Pop und Avantgarde zu erforschen und mittels Video-Performance und anderen Ingredenzien das bizarre Traumtheater zu gestalten, zu dem sich MOTORSHEEP-Auftritte entwickelt haben.
WATTS? Da war doch was...korrekt - Fisher Z war da mal, was im Endeffekt nichts anderes war als John Watts mit Beilage. Diesmal ist der Rest der Band - der innovative deutsche DJ Ingo Woerner nämlich - aber weiß Gott mehr als bloßes Beiwerk. "Bigbeatpoetry" heißt die gemeinsame Vision. Assoziationsfanatiker ahoi - Dancefloor kommt da hoch, der olle Beatclub, Beat-Poetry der Beatniks und halt auch Lyrik, Wortgewalt. Und von dem ist alles ein bißchen wahr. Grooviges, aktuelles gibt es da zu hören, mit wesentlich mehr textlichem Anspruch aber, als die meiste Musik mit phat beats, die über einen Einzeiler meist nicht hinauskommen. Da hat man bühnenshowmäßig natürlich auch einiges mehr zum Umsetzen an der Hand als nur drei, vier Schlagworte. Musik für tanzhungrige Füße und wißbegierige Köpfe.

Aktionskneipe mit einer Ausstellung von Rolf Schulze

19. Mai 1999
20:00
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Rolf Schulze, gerade noch auf der Bühne der Aktionskneipe seine Texte vortragend, stellt an diesem Abend seine Bilder in der Aktionskneipe aus. Aus denselben Beweggründen entstanden wie seine Texte, bietet die Malerei dem Künstler einen weiteren Weg, sich auszudrücken.

Dimmu Borgir (support: Asphyx)

25. Mai 1999
20:30
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Bei dem Namen denkt der eine an serbokroatische Volksmusikinterpreten, das könnte aber ebensogut auch eine Trip-Klammerblues-Crossover-Kapelle von der Elfenbeinküste sein. Die Mitglieder dieser Band aber, so gehen die Gerüchte, sprechen fließend rückwärts und ein wenig norwegisch, denn es handelt sich um, wer hätte das gedacht, eine skandinavische Black Metal Band. Man mag ihre Musik eine lodernde Inszenierung der Leidenschaft für einen nonkonformen Lebensstil und eine Spiritualität jenseits der Dogmen von Religion und Gesellschaft nennen. Einfacher ist es festzustellen, daß des Teufels Musik noch nie in derart unverhüllter Pracht so hoch in die Verkaufscharts eindrang. Eine würdige Vorband fand sich in ASPHYX aus Holland. Die Band um Ex-Pestilence Shouter Martin van Drunen ist aus der oberen Etage des Death Metal nicht mehr wegzudenken. Schwerlastig-schleppende Sounds, mit unerbittlicher Härte und Aggressivität vorgetragen, brauen sich mit brutal schnellen Passagen und van Drunens mörderischem Gesang zu einem gnadenlosen Doom-Gewitter zusammen. Völlig außer Kontrolle.

PLANLOS (Aktionskneipe)

26. Mai 1999
20:00
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Aus dem sozialen Brennpunkt der Niederrheinmetropole Grevenbroich kommt der Melodic-Party-Punk von PLANLOS, die auf jeden Fall zugeben müssen, daß in ihrem Plattenschrank mehr als eine Hosen-Scheibe gelagert ist. Nicht gefallen lassen müssen sie sich aber den Vorwurf, nur bloßer Abklatsch zu sein. Ohrwürmer über Ohrwürmer, die euch noch bei Aldi vor der Karlsquell-Palette nachhängen.